Dienstag, 29. Dezember 2020
Baumperlen/Hexeneier
Montag, 21. Dezember 2020
Wintersonnenwende/Julfest/Thomasnacht 21.12.
Am 21.12. begehen wir die längste Nacht bzw. den kürzesten Tag im Jahr. Die Sonne erreicht den tiefsten Punkt.
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Johann Wilhelm Cordes - Die wilde Jagd |
Jetzt beginnt die wilde Jagd mit Wotan als Anführer. Die Schleier der Anderswelt sind seit Samhain wieder dünn wie nie. Mit großem Krach reiten sie durch die finstere Nacht und wüten wie ein aufkommender Sturm. Früher fürchtete man das wilde Heer und wenn es nur ging, blieben die Menschen in ihren Häusern und räucherten zum Schutz von Haus und Hof und für alle die dort wohnten.
Mittwoch, 2. Dezember 2020
Vom Ursprung des Weihnachtsbaumes
Bald ist es wieder soweit, wir feiern Weihnachten. Und ganz traditionell wird ein Tannenbaum geschmückt mit glänzenden Kugeln, Strohsternen und vielerlei mehr. Doch warum machen wir das eigentlich? Das hinterfragt kaum jemand, denn schließlich wachsen wir damit auf und es war schon immer so...Ein Weihnachten ohne Baum, kaum vorstellbar. Dabei war es tatsächlich nicht immer so.
Freitag, 16. Oktober 2020
Samhain 11. Neumond nach Yule/All Hallows Eve/Halloween 31.10.
Samhain (sprich: Sawen) ist ein weiteres Ahnenfest und hat einen irisch-keltischen Ursprung, welches laut Überlieferung am 11. Neumond nach Yule gefeiert wurde (heute auch für einige ein fixer Termin in der Nacht vom 31.10. auf den 1.11.) und die Ahnen besonders geehrt wurden. Es ist sozusagen das Neujahrsfest der Kelten, denn mit diesem Fest beginnt das neue Jahr. Das mag uns irritieren, weil nun ja erst die dunkle Jahreszeit anbricht. Doch im dunklen entsteht neues Leben, so auch unseres, nämlich im Mutterleib. Unsere Entwicklung findet im Dunklen statt und wenn wir bereit sind, gehen wir dem Licht entgegen. Auch der Tod beginnt wieder mit Dunkelheit und "endet" im Licht. Zu dieser Jahreszeit zieht sich alles Pflanzliche zurück in den Schoß von Mutter Erde. Frau Holle nimmt sich ihrer Seelen an und nimmt sie mit ins Totenreich und bewacht alles was zur Ruhe kommt. Der Sonnengott Lugh zieht sich ebenso zurück und sein Hirsch wird besiegt. Die Zeit der Ruhe beginnt und somit ist auch die Erntezeit nun vollends vorbei.
Da die Schleier zur Anderswelt zu dieser Zeit sehr dünn sind, können Geister nun wieder in unsere Welt eintreten. Für alle lieben Verstorbenen werden Kerzen angezündet und Feuer entfacht, damit sie den Weg nach Hause finden, Essen und Trinken wird für sie bereit gestellt, denn sie haben eine lange Reise hinter sich.
Durch den Schleier können allerdings auch die bösen Geister reisen und so wurden damals aus Rüben Fratzen geschnitzt, um die Geister abzuhalten ins Haus zu kommen. Masken wurden gebastelt, um ihnen vorzugaukeln, man sei einer von ihnen. Vor allem aber Krach und Radau sollte die bösen Geister abschrecken, haften zu bleiben. Als die irischen Kelten dann nach Amerika auswanderten, haben sie ihre Traditionen weiter geführt, doch anstatt in Rüben schnitzten sie von nun an ihre Fratzen in Kürbisse.
Mit der modernen Welt entwickelte sich daraus immer mehr das heute bekannte "Halloween", abgeleitet von "All hallows eve", dem Abend vor Allerheiligen. Die Kirche übernahm dieses Fest der Totenverehrung aus dem Heidentum und blieb auch in der Jahreszeit. So wird seither am 1.11. den Heiligen gedacht und am 2.11. allen verstorbenen Seelen. Große Feste im Kirchenjahr. Die Gräber werden nun wieder besonders schön bepflanzt und viele Kerzen aufgestellt.
Samhain wurde leider immer mehr kommerzialisiert und bekam den neuen Namen "Halloween". So sah vor allem die Süßigkeitenbranche eine wunderbare Einnahmequelle. Unsere Kinder verkleiden sich heutzutage als die bösen Geister, die von Tür zu Tür gehen und um Opfergaben (Süßigkeiten) "bitten". Und sollten sie nichts bekommen, so bleiben sie da und spuken ums Haus. "Wir sind die kleinen Geister und mögen gerne Kleister und wollt ihr uns nichts geben, so bleiben wir hier kleben." ist einer der gefürchteten Sprüche. ;D
Man spürt, dass etwas in der Luft liegt, eine Art Spannung umgibt uns, die Atmosphäre verändert sich und lässt man sich darauf ein, wird man selbst ruhiger und zieht sich aus dem hektischen Alltag zurück, sofern es dann machbar ist. Ich verarbeite zu dieser Zeit die getrockneten Kräuter, Öle und Tinkturen. So entstehen Salben, Cremes, Bonbons, Nervenkekse nach Hildegard von Bingen, Teemischungen und noch Vieles mehr.
An Samhain backe ich immer das Totenbrot, auch "Pan de muerto" oder "Seelenbrot" genannt.
Ich nehme dafür immer dieses Rezept: https://m.geo.de/geolino/kinderrezepte/17843-rtkl-rezept-pan-de-muerto?fbclid=IwAR3trG2AEb5-hIK6qYEAGEOpKiKtPu1Dl6g5a6wdlj4zjVNY9_Wf0pTMDm8
Samstag, 19. September 2020
Mabon / Herbst-Tag- und Nachtgleiche
Samstag, 18. Juli 2020
Lughnasadh/Fest der Schnitterin/Lammas, 8. Vollmond nach Jul
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Leopold von Kalckreuth, 1888 |
Sonntag, 14. Juni 2020
Sommersonnenwende/Mitsommer/Litha 20./21. Juni
Wir feiern das Licht mit seiner ganzen Kraft und bedanken uns mit Feuer, Tanz und manch anderen Ritualen. Es beginnt die zweite Hälfte des Jahres, wo alles was gesät wurde, nun wächst und gedeiht. Der wiedergeborene Sonnengott hat seit Jul mit seiner wachsenden Kraft dazu beigetragen, dass alles Leben voranschreitet, größer und stärker wird. Er ist am Höhepunkt seiner Energie angekommen, er erwärmt mit seiner geballten höchsten Kraft die Erde und bereitet uns so die warmen Sommertage. Die Tage werden nun kürzer, das Licht und die Wärme nach und nach schwächer.
Oft steht Vieles bereits in voller Blüte oder ist sogar schon verblüht, bildet Früchte und Samen aus. Auch sie brauchen zum Reifen noch die Wärme der Sonne.
In direkter Verbindung mit Litha steht der christliche Johannistag, der fix auf den 24. Juni festgelegt wurde. Es ist der Geburtstag von Johannes dem Täufer, so wird es im Lukasevangelium angegeben. Ähnlich wie zum Mitsommerfest werden in der Nacht die (Johanni-)Feuer angezündet, um die getanzt wird, um Dämonen und Ernteschäden durch Hagel abzuhalten.
Die Asche dieser Feuer wird über die Felder gestreut, um eine reiche Ernte zu erzielen.
Als Pflanze steht hier vor allem das Johanniskraut im Vordergrund, welches jetzt, in der Hochzeit der Sonne, blüht und das Licht speichert, um es uns an trüben und dunklen Tagen im Winter zu schenken. Schon zur Zeit unserer germanischen Vorfahren war das Kraut sehr bekannt. So wurden daraus Kränze gebunden, auf den Köpfen getragen und zum Schluss auf Haus und Hof geworfen, um die Dämonen endgültig zu vertreiben.
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Rotöl |

Euch allen eine schöne Sonnenwendfeier!
Kerstin
Montag, 1. Juni 2020
Ein Herbarium erstellen
Das Wort Herbarium leitet sich von herba (=Kraut) ab und ist der Begriff für eine Sammlung von getrockneten Pflanzen und Kräutern, im Idealfall mit Monographien. Es ist nicht nur effektiv, sondern macht auch Spaß es zu gestalten.
Es gibt verschiedene Arten von Herbarien. Manche gibt es bereits als gebundenes Buch zu kaufen. Der Nachteil ist, dass es vorgeschriebene Pflanzen sind und die muss man erstmal in der eigenen Umgebung finden. Zudem sind es wohl oft nicht die Kräuter, die man gerne selbst näher kennenlernen möchte.
Ich selbst finde es schöner und vor allem persönlicher, wenn man sich sein eigenes Herbarium erstellt. Dazu braucht es gar nicht viel, ein einfacher Aktenordner reicht vollkommen aus. Hier ist der Vorteil zu einem selbst gestalteten Buch, dass man die Kräuter nach dem Alphabet sortieren kann. Denn ein Herbarium gestaltet sich nicht nur in einer Saison, sondern kann über viele Jahre immer wieder erweitert werden.
Doch bevor ihr damit anfangt, müsst ihr die Kräuter pressen, damit sie Farbe und Form behalten und sie so einen bestmöglichen Wiedererkennungswert haben. Dazu nutze ich eine eigens gebaute Pflanzenpresse. Sie besteht aus zwei quadratischen Holzbrettern. An den Ecken habe ich Löcher gebohrt, in denen ich recht lange Flügelschrauben gesteckt habe.
Dazwischen habe ich Pappzuschnitte gelegt. Wer mag, kann sie natürlich noch schön anmalen. Meine Presse hat schon einige Jahre auf dem Buckel, aber solange sie noch standhält, wird sie genutzt.
Und dann kann es losgehen, wenn es denn der richtige Zeitpunkt zur Entnahme des Krauts ist. Das wäre dann einmal zur Zeit der Blüte, aber auch im Herbst, wenn man den Fruchtstand verewigen möchte.
Ihr entnehmt der Pflanze einen blühenden Stängel möglichst mit gut erkennbaren Blättern, legt diesen auf ein Stück Zeitungspapier, schreibt dazu, um was für eine Pflanze es sich handelt, wann und wo ihr sie gepflückt habt und legt ein Stück Zeitungspapier darüber. Dies kommt nun zwischen zwei Pappstücken der Presse. So verfahrt ihr mit anderen Kräutern, bis der Platz in der Presse aufgebraucht ist. Die Presse nun fest zuschrauben, so dass ein höherer Druck entsteht und die Kräuter für ca 3-4 Wochen an einem dunkleren, aber warmen Ort trocknen lassen.
Wer keine Presse hat, kann auch ein schweres Buch nehmen und die Kräuter zwischen die Seiten legen. Auch hier Zeitungspapier nehmen, sonst gibt es unschöne Flecken. Zum Schluss das Buch nochmals beschweren.
Nach der Trocknungszeit ist es endlich soweit, euer Herbarium kann gefüllt werden. Hier gibt es auch wieder unterschiedliche Arten dies zu gestalten. Ihr könnt die Kräuter mit Klebestreifen auf ein Blatt fixieren und z.B. geschützt in Prospekthüllen lagern, ihr könnte Fotobücher mit selbstklebenden Seiten nutzen oder ihr macht es wie ich, ihr laminiert die Kräuter einfach ein. Dazu legt ihr den Stängel erstmal so auf das Blatt, wie ihr es gerne haben möchtet. Dann geht es an die Beschriftung. Oben kommt der allgemein bekannte Name hin, darunter habe ich den botanischen Namen geschrieben, danach die Familie, wo und wann gesammelt wurde, die Wirkungen, Inhaltsstoffe, Anwendungen, was von dem Kraut genommen wird, sowie noch weitere Notizen. Aber auch da habt ihr freie Hand, je nachdem was für euch wichtig ist.
Solltet ihr kein Buch zur Hand haben kann ich euch das Kräuterlexikon von Eva Marbach sehr empfehlen.
Danach wird einlaminiert, gelocht und eingeheftet.
Hier habe ich euch mal ein paar Beispiele aus meinem Herbarium abfotografiert:
Ich habe mir zu fast jedem Kraut Seiten aus dem kräuter-verzeichnis ausgedruckt. Die Seite kann ich sehr empfehlen, da sie viel Wissenswertes über (Heil-)Kräuter bereithält.
Falls ihr Fragen habt, immer her damit.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Befüllen eures eigenen Herbariums!
Kerstin
Sonntag, 26. April 2020
Beltane (5. Vollmond nach Jul) / Walpurgis vom 30.04. auf den 01.05.
Ausnahmsweise gehen wir heuer nicht nach den Mondphasen, sondern halten uns an den gregorianischen Kalender, den es natürlich zur Hochzeit der Kelten noch nicht gab, schließlich entstand er erst im 16. Jhdt. Der nächste bzw. 5. Vollmond nach Jul wäre in diesem Jahr der 7.5.
Die Energien von Beltane sind allerdings schon jetzt stark zu spüren und da der 30. April auch unser Hochzeitstag ist und die Walpurgisnacht auf den gleichen Tag fällt, gesellt sich Beltane einfach dazu.
Der Name stammt vom keltischen "belo-tenîa" ab und bedeutet "helles Feuer". Wenn nicht jetzt, wann könnte man also dann das Fruchtbarkeitsfest schlechthin feiern? Der Frühling hat bereits die Macht übernommen und so den Winter abgelöst. Es wird wärmer, überall grünt und blüht es und auch wir sind nun schon viel öfter draußen, genießen Garten und Sonne.
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Glechoma hederacea/Gundermann/Gundelrebe/Eiterkraut |
Traditionell ist am 30. April die Walpurgisnacht (erstmals erwähnt durch Goethe), die Nacht der Hexen, die in den Tagen davor ihre Flugsalbe gerührt haben und nun zum Brocken fliegen, um dort ihren Hexentanz zu vollziehen.
Auch wir werden, wie immer, ein Feuer anzünden und einige Rituale vollziehen. Dazu werden noch getrocknete Kräuter vom letzten Jahr dem Feuer übergeben und natürlich auch geräuchert. Hier ein Beispiel für passende Kräuter zu Beltane:
Natürlich kann man da nach der eigenen Intuition gehen und Kräuter, Harze und andere Räucherstoffe verwenden, die für einen selbst stimmig sind.
Euch allen wünsche ich ein tolles Beltane, eine schöne Walpurgisnacht und einen sonnigen 1. Mai.
Kerstin
Freitag, 20. März 2020
Ostara/Frühlings-Tag- und Nachtgleiche 19.3.-20.3. und das christliche Osterfest
Von der Kirche wurde der Frühlingsanfang auf den 21. März festgelegt. Die Nächte werden kürzer, die Tage wieder länger. Die Auferstehung des Lichts sorgt für die Wiedergeburt des Lebens.
Nicht zufällig wurde Ostern bzw. das Leiden, der Tod und die Auferstehung Christi in den Frühlingsanfang gelegt. Ostern feiern wir immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem 21.3..
Der März war im antiken Rom der Beginn des neuen Jahres. Der Widder ist das erste von zwölf Tierkreiszeichen, welches auch nun wieder in den Fokus rückt.
Ostara ist das Gegenbild von Mabon, der Herbst-Tag- und Nachtgleiche. Es ist ein Fest der Aussaat, des Lebens mit dem wiederkehrenden Licht und der Ernte. Schon viele Jahre vor unserem christlichen Fest wurde der Sonne, dem Mond und allen Naturgöttern gehuldigt und ihnen zu Ehren Feste mit gewissen Ritualen gefeiert. Gerade im Frühling gab es viele Fruchtbarkeitsfeste und Rituale rund um die Freude am Leben.
Was hat das nun aber alles mit dem Hasen, der die Ostereier bringt, zu tun?
Die Fruchtbarkeits- oder Frühlingsgöttinnen wurden oft in Zusammenhang mit dem Hasen dargestellt. Entweder konnten sie sich selbst in einen Hasen verwandeln oder sie hatten ihn als Begleiter bei sich. So auch die Frühlingsgöttin Eostre der Angelsachsen. Das liegt wohl daran, dass zur Zeit der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche die Hasen ihre Jungen bekommen.
Das Ei ist von je her das Fruchtbarkeitssymbol (weibliche Eizelle) schlechthin, denn in ihm entsteht neues Leben. Zu dieser Zeit begann in natürlicher Umgebung und Haltung die Legesaison der Hühner, denn erst das Sonnenlicht und die langen hellen Tage stimulierten die Hühner zum Eier legen. Seitdem galt das Hühnerei als Symbol des wiederkehrenden Lebens.
Wie bekommt man nun die beiden zusammen? Dazu gibt es viele Vermutungen und Überlieferungen. So heißt es z.B., dass der Hase seiner Göttin ein besonderes Geschenk machen wollte. Er fand ein Ei, was ja erstmal nicht außergewöhlich war. Um es zu Verschönern malte er es in allen Farben des Frühlings an. Als er seiner Göttin das Geschenk übergab, war sie so überwältigt von diesem schönen Ei, dass sie ihn bat, noch mehr Eier anzumalen und sie den Kindern zu schenken, die ja auch ein Symbol für neues Leben sind.
So wurde diese Tradition von Generation zu Generation weiter getragen und gilt noch bis heute. Wie wir sehen, vermischt sich auch dieses Fest mit uralten heidnischen Traditionen und dem Christentum.
Wir werden Ostara morgen feiern, da wir uns rituell besser drauf einstimmen können als heute. Wie immer werden wir ein Feuer machen, Stockbrot darüber backen und Smudge Sticks und andere Kräutermischungen verräuchern. Mischen werde ich morgen rein intuitiv, aber es werden ganz sicher Sonnenkräuter dabei sein, Kräuter für Dankbarkeit, Segen und auch für das Leben.
Meine heutige Mischung zur Reinigung und Desinfektion der Raumluft ist diese hier:
Rosmarin
Quendel
Wacholderbeeren und -holz
etwas Kampfer
Holunderblüten und -beeren
Zirbenharz
Maydi-Weihrauch
Sandelholz aus Indonesien
Beifuß, Rainfarn und Königskerze vom Kräuterbuschen aus dem letzen Jahr.
Bleibt gesund und kommt gut durch diese Zeit!
Kerstin
Montag, 24. Februar 2020
Bärlauch erkennen
Bärlauch (Allium ursinum) hat wegen der Inhaltsstoffe eine ähnliche Wirkung wie Knoblauch. Er besitzt u.a. Alliin, Alliciin, ätherische Öle, Vitamin C, Eisen, Magnesium und Senfölglykoside.
Die Inhaltsstoffe wirken antibiotisch, entzündungshemmend, tonisierend, krampflösend, adstringierend, schleimlösend und noch vieles mehr.
Eingenommen wirkt er sich positiv auf unsere Blutgefäße aus, kann den Cholesterinspiegel senken und regt den Stoffwechsel an. Somit ist er für eine Frühjahrskur wunderbar geeignet.
Abgesehen davon, dass er ganz toll schmeckt und sich der Knoblauchgeruch nicht auswirkt. So kann man ihn getrost essen, auch wenn man danach noch außer Haus möchte. ;)
Da haben wir ihn nun, weit und breit Bärlauch wohin man sieht und schon von Weitem ist sein Geruch unverkennbar.
Hier mal eine kleine Auflistung, wodurch sich der Bärlauch von anderen Arten unterscheidet:
- Knoblauchgeruch
- matte Blattunterseite
- recht dünne, zarte Blätter
- breit ovale Blätter an je einem Stiel, einzeln aus der Erde ragend
- parallel verlaufende Adern
- stark ausgeprägte mittlere Ader auf der Rückseite
- knickt man den Stiel, knackt es
Beachtet man nun alle Merkmale, ist eine Verwechslung ziemlich auszuschließen.
Und hier noch ein leckeres Bärlauchpesto-Rezept:
200 g Bärlauch
150 ml Hanf- oder Walnussöl
100 g Pinienkerne
60 g Parmesan (optional)
1 TL Salz
Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Bärlauch waschen, trocken tupfen und klein schneiden. Alle Zutaten in einen Mixer geben oder mit dem Pürierstab zu einem Pesto verarbeiten.
In heiß ausgekochte, sterilisierte Gläser füllen und mit Öl bedecken. Im Kühlschrank hält es sich mehrere Wochen, je nachdem wie sauber gearbeitet wurde.