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Mittwoch, 4. Januar 2023

Kerzenwachsreste verwerten, neue Kerzen gießen

 Hallo @ all und noch ein frohes neues Jahr für euch!

Eines meiner liebsten kreativen Ideen zum Ende des Jahres ist es Kerzen aus den angesammelten Wachsresten des Jahres zu gießen. So entsteht auch jährlich unsere Familienkerze für das neue Jahr. 
Schon lange verzichten wir auf das Bleigießen, auch wenn es sonst immer irgendwie dazu gehörte, aber so richtig was aus dem erkalteten Blei zu erkennen....da war wahrlich Phantasie gefragt. Und dann landet doch alles im Müll...wo wir dann auch beim Nachhaltigkeits- und Umweltthema wären.
So kam mir eines Tages die Idee Kerzenwachsreste zu sammeln und diese dann zu schmelzen und neue Kerzen entstehen zu lassen. 
Gesagt, gestan!

Das braucht ihr dafür:
Alten Topf und Konservendose oder einen kleineren alten Topf, evtl mit Ausguss
Wachsreste 
Kerzendochte. Holzdochte oder Juteschnur, die ihr in flüssiges Wachs tränkt oder mit einer Kerze einreibt
Verschiedene Gefäße, Gläser oder Gießformen. Für Stumpenkerzen eignen sich hervorragend Pringlespackungen und Milchtüten. Man muss also nicht zwingend welche kaufen
Feinmaschiges Metallsieb, um Restbestände aus dem flüssigen Wachs abzufangen
Optional ätherische Öle und/oder getrocknete Kräuter (Kerzen immer unter Aufsicht brennen lassen!)

So geht es:
Wachsreste im Wasserbad schmelzen, dabei darauf achten, dass kein Wasser ins Gefäß kommt.
Währenddessen die Dochte fixieren. Hat euer Docht eine kleine Metallscheibe am unteren Ende, könnt ihr diese in flüssiges Wachs tauchen und in der Mitte der Gießform befestigen.
Ihr könnt auch am Boden der Gießform in der Mitte ein kleines Loch pieksen und da den Docht durchführen. Das Ende fixiert ihr dann mit Zahnstochern, so dass der Docht sich nicht verschiebt.

Wenn das Wachs geschmolzen ist, holt ihr das Gefäß aus dem Wasserbad und gießt das Wachs durch das Sieb in die jeweiligen Formen. Nun könnt ihr nach Belieben noch ätherische Öle oder getrocknete Kräuter hinzugeben. 
Lasst noch etwas Wachs übrig, denn wenn eure Kerze anfängt fest zu werden bildet sich durch das Erkalten oft ein Loch bzw das Wachs sackt noch ab. So könnt ihr den Rest nochmal verflüssigen und die Kerze damit aufgießen.





Holzdochte vorher in Öl oder flüssiges Wachs legen, damit sie hinterher gut abbrennen


Ihr könnt die Kerzen im Nachhinein auch mit Runen verzieren oder ihr ritzt einfach schöne Muster, Texte oder Bilder ein. 

Verziert mit Runen

Für unsere Familienkerze nehmen wir immer Flüssigwachsstifte, um sie zu verzieren. Dürfte es in jedem Bastelladen geben. 


Liebe Grüße, Kerstin

Mittwoch, 5. Februar 2020

Bienenwachs reinigen

Wie schon in einem Beitrag erwähnt, wollte ich euch gerne zeigen, wie man Bienenwachs reinigt. Ich hatte einen Wachsblock geschenkt bekommen, der schon recht sauber aussah und somit nur noch einmal gefiltert werden musste. Das habe ich dann heute gemacht.

Was man dazu braucht:

Großen Topf, zu 1/3 mit Wasser gefüllt
Große Blechdose/n
Messer
hitzebeständiger, leicht biegsamer Behälter aus Kunststoff
Holzstab
Tuch oder alte Strumpfhose
Gummiband
Handschuhe


Aus dem Block habe ich zunächst kleine Stücke geschnitten. Hier muss man gut aufpassen, da man schnell mit dem Messer mal abrutschen kann.
Die Stücke gebe ich dann in die Dose und stelle sie in das Wasserbad. Nun kann sich das Wachs verflüssigen.


Ich brauchte noch eine zweite Dose und habe einfach den zweiten Teil des Blocks komplett in die Dose gegeben. Hat auch super funktioniert.


Nachdem alles geschmolzen ist, wird abgeseiht. Die Dosen sind sehr heiß, daher nur mit Handschuhen anfassen! Vorher das Tuch über den Behälter stülpen und mit einem Gummiband fixieren. Das Tuch dient uns als Filter. Bevor nun das Wachs hinein gegeben wird, muss zunächst heißes Wasser, ca 2-3cm hoch, eingefüllt werden. Das Wachs setzt sich beim Einfüllen ab und kann später besser hinaus genommen werden.

Im Tuch bleibt alles hängen, was wir im Wachs nicht haben möchten
Wichtig ist, dass man nun den Behälter nicht mehr bewegt, damit die restlichen unerwünschten Schwebstoffe nach unten schwimmen und nicht im Wachs wieder hochgewirbelt werden. Idealerweise setzen sie sich zwischen Wasserober- und Wachsunterfläche ab und können später einfach mit einem Messer abgekratzt werden.
Unten Wasser, oben Wachs

Jetzt muss das Wachs nur noch hart werden




Nach ein paar Stunden konnte ich das Wachs bereits aus der Form brechen. Daher ist es gut, wenn man biegsames Material verwendet. Das Wasser lässt man zunächst einfach ab, indem man es seitlich rausfließen lässt.


Hier seht ihr die Unterseite und wie ihr seht, seht ihr nichts. Ich brauchte nichts abkratzen, keine Schwebteile vorhanden. Sollte ein Block mal stark verschmutzt sein, kann es sein, dass man den Reinigungsvorgang öfter wiederholen muss, bis das Wachs eine gelbbraune Farbe angenommen hat.

Mein Wachs werde ich jetzt für Bienenwachstücher und für meine Salben verwenden.

Samstag, 18. Januar 2020

Verwertung von ausgedienten Weihnachtsbäumen

Wenn die Weihnachtszeit dem Ende zugeht, so ist es auch oft das Ende des Weihnachtsbaums, der uns in den langen dunklen Tagen Licht spendete, den wir liebevoll schmückten und der uns mit seinem herrlichen Duft umgab.
Viel zu schade, ihn dann zu entsorgen, wo er uns doch noch viel mehr bieten kann.

Aus seinem Stamm kann man Holzscheite sägen und sie für den Ofen trocknen. So spendet er uns noch Wärme.

Seine Äste dienen unseren Blumen im Garten als Frostschutz.

Die Nadeln (des Bio-Tannenbaums) nutzen wir für Erkältungssalben, Hustensirups, Fußbalsam und Badezusätze.

Zu guter Letzt kann man aus der Baumspitze einen tollen Quirl herstellen. Das mache ich schon seit ein paar Jahren und deswegen suchen wir den Baum gar nicht so nach seinem Gesamtwachstum aus, uns reicht es, wenn die Baumspitze geeignet ist.

Heute möchte ich euch zeigen, wie ich einen Quirl aus der Tannenspitze herstelle.

Zunächst schneide ich die Spitze unterhalb der oberen Äste ab und kürze die Äste auf die Länge, die ich gerne für meinen Quirl hätte. So lasse ich sie ein paar Tage trocknen, damit die Nadeln und die Rinde sich leichter entfernen lassen. Man könnte sie auch in heißes Wasser legen, wenn es schneller gehen soll.




Nach der Trocknungszeit schnitze ich die Rinde großzügig ab. Mit einem feinen Schmirgelpapier kann man noch vorsichtig in die Zwischenräume gehen und auch die restlichen Fransen entfernen, so dass der Quirl schön glatt wird.


Hinterher reibe ich ihn mit einem guten Pflanzenöl (z.B. Leinöl) ein und lasse es durchziehen.
Nun ist er einsatzbereit und ersetzt ganz wunderbar so manchen Rührbesen oder Kochlöffel.


Mein nächstes Projekt steht schon in den Startlöchern. Ich habe einen Bienenwachsblock geschenkt bekommen. Der möchte noch gereinigt werden, da ich ihn gerne für meine Salben nutzen möchte.